Ammertal

Fast weg sind die Braunkehlchen im Ammertal

Braunkehlchen
Braunkehlchen

Noch vor 50 Jahren prägten typische Feuchtwiesenbrüter wie Bekassine, Kiebitz und Wachtelkönig die Talaue des Ammertals. Wie auch der Weißstorch sind diese Charaktervögel heute im Ammertal ausgestorben. Nur vom Braunkehlchen sind noch vereinzelte Brutpaare übrig geblieben - doch auch diese sind akut bedroht.

 

Grund sind Entwässerung und intensivierte Nutzung der Wiesen: Brachflächen fehlen völlig. Wo früher von Hand zweimal im Jahr geheut wurde, können schnelle Kreiselmäher heute an einem Tag das halbe Tal mähen. Nester, Jungvögel, Insekten und Amphibien werden von den Mähwerken aufgesaugt und zerschlagen. Durch Verträge mit den Landwirten konnte der NABU erreichen, dass die Wiesen erst gemäht werden, wenn die jungen Braunkehlchen flügge sind. Ob dies allein zum Erhalt der Population genügt ist fraglich.