Biotop- und Artenschutz in Tübingen und Umgebung

Erhalt einer artenreichen Kulturlandschaft

Neckartal zwischen Tübingen und Rottenburg
Neckartal zwischen Tübingen und Rottenburg

Der NABU setzt sich für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume ein. Einstige Allerweltsarten wie Rebhuhn, Grauammer und Feldlerche und Feldhase stehen heute auf der Roten Liste und sind morgen vielleicht schon ausgestorben. Wir kämpfen für den Erhalt der Artenvielfalt im Neckar- und Ammertal. Parallel dazu laufen Projekte für Gebäudebrüter, Höhlenbrüter und Tiere der Streuobstwiesen. 

Der NABU Tübingen besitzt einige Grundstücke, oder pachtet sie, um dort bedrohten Arten Zuflucht zu bieten. Diese Biotope müssen regelmäßig gepflegt werden in Form von Mahd oder Beweidung, um sie vor Verbuschung zu schützen. Die Pflegeeinsätze finden zwischen September und Oktober und im März statt. Manchmal stehen auch größere Maßnahmen an wie Ausbaggern oder Bäume fällen. Das geschieht in der Regel in Kooperation mit den Naturschutzbehörden des Landratsamtes. 


Pflegemaßnahmen 2018/2019

Entbuschung am Altenberg bei Pfäffingen am 23. Februar 2019

Im Februar hatten wir einen Biotoppflege-Einsatz am Alten Berg in Pfäffingen. Das Hanggrundstück gehört dem NABU und muss regelmäßig gepflegt werden, um den bedrohten Arten gute Lebensgrundlagen zu verschaffen. Dazu muss es vor allem entbuscht werden, sonst wächst es zu.

Die geschnittenen Zweige müssen gebündelt und dann nach unten transportiert werden, wo der Häcksler sie dann zu packen kriegt. Da das Grundstück sehr groß und steil ist, haben wir eine Seilbahn benutzt. Wir hatten Verstärkung von zwei Afrikanerinnen aus der Erstaufnahmestelle in Tübingen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden für die tatkräftige Unterstützung!


Biotopstrukturierung mit Bagger im Oktober 2018

Im Oktober wurden zwei unserer Biotope mit umfangreichem Bagger-Einsatz gepflegt. Damit ist wieder Lebensraum für seltene Arten wie den Laubfrosch oder die Bekassine gewährleistet. So wurde das Biotop "Rohrwiesen" ausgebaggert und beim Wiesbrunnen der Uferbereich vom Schilf befreit sowie neue Blänken angelegt. Die Kosten dieser Einsätze wurden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie durch Förderung vom Landkreis gedeckt.


Krötenzaun-Aufbau zwischen Unterjesingen und Wurmlingen am 10. März 2018 (jedes Jahr im Frühjahr)

Der Aufbau des Krötenzauns entlang der L372  zwischen Unterjesingen und Wurmlingen ist eine der standardmäßigen Schutzmaßnahmen für Amphibien. Jedes Jahr wandern hier die Kröten und Frösche, um in den Gewässern des Wiesbrunnens (ein NABU Biotop) zu laichen. Ohne die Schutzmaßnahme würden unzählige Amphibien von Autos überfahren. Bei dieser Aktion können wir immer tatkräftige Unterstützung gebrauchen. Wer Lust hat mitzuhelfen, kann unter Aktuelles die geplanten Aktionen finden. Dieses Mal waren zwei Kinder der Salamander-Kindergruppe sehr eifrig dabei.